Sonntag, 29. Januar 2023
 

Havarie einer Motoryacht


Einsatzkategorie: Wassergefahren - W2
Einsatzart: Einsatz auf Gewässer
Zugriffe: 247
Einsatzort Details:

Brey
Datum: 28.10.2022
Alarmierungszeit: 12:05 Uhr
Alarmierungsart: Funkmeldeempfänger / Sirene
eingesetzte Kräfte :

Feuerwehr Brey
Feuerwehr Spay
Feuerwehr Winningen
Feuerwehr Spay | FEZ-Personal
Wehrleitung VG Rhein-Mosel
Feuerwehr Braubach
Wasserschutzpolizei
Wasser- und Schifffahrtsamt
Einsatz auf Gewässer

Einsatzbericht :

Havarie einer Motoryacht führt zu 30-stündigem Feuerwehreinsatz
 
Am Freitag den 28.10.2022 gegen 12 Uhr havarierte eine zu Tal fahrende ca. 30t schwere Motoryacht auf der Rheinuntiefe „Braubacher Grund“, was zu einem Antriebsschaden und massiven Wassereinbruch führte. Die Besatzung schaffte es noch, die Yacht in Höhe der Ortslage Brey kurz vor dem Ufer auf Grund zu setzen.
Passanten die den Vorgang beobachtet hatten verständigten umgehend die Rettungskräfte.
 
Durch die Leitstelle Koblenz wurden die Feuerwehren Brey und Spay alarmiert. Die Yacht konnte zwischenzeitlich mit bordeigenen Tauen notdürftig am Ufer fixiert werden. Die erste Erkundung zeigte bereits einen hüfthohen Wasserstand im Schiff. Durch das zuströmende Wasser begann sich das Schiff zu neigen und drohte in die tiefere Fahrrinne abzurutschen. Die Feuerwehr stabilisierte das Schiff mit Hilfe zweier Seilzüge, während gleichzeitig die Pumparbeiten vorbereitet wurden.
 
Da unser Mehrzweckboot für Materialtransporte am Havaristen gebunden war, wurde durch die FEZ das RTB 2 der Feuerwehr Braubach zur wasserseitigen Absicherung der Einsatzstelle alarmiert. Dieses wurden im weiteren Einsatzverlauf durch das RTB 2 der Freiwillige Feuerwehr Winningen abgelöst, welches den Einsatz weiter unterstützte.
 
Durch das Wasserstraßen – und Schifffahrtsamt (WSA) wurde das Arbeitsschiff „Bingen“ neben dem Havaristen in Stellung gebracht um diesen weiter zu sichern. Mit dem Einsatz von bis zu 7 Tauchpumpen konnte die Yacht soweit gelenzt werden, dass ein Taucher von außen den Schaden am Rumpf lokalisieren konnte. Das Leck wurde von außen mit einer Plane und von innen mit einem Holzverbau provisorisch so weit abgedichtet, dass der Havarist schwimmend gehalten werden konnte.
 
Eine weitere Bergung war für diesen Tag auf Grund der eingetretenen Dunkelheit nicht mehr möglich, sodass der Havarist mit Hilfe der „Bingen“ einige hundert Meter stromaufwärts in ruhigeres Wasser geschleppt wurde. Eine Nachtwache aus Feuerwehrkräften und Mitarbeitern des WSA sicherte bis zum Morgen das Schiff und führte dauerhaft Pumparbeiten durch.
 
Am Samstagmorgen wurde der Havarist, gesichert durch die „Bingen“ und unter Begleitung der beiden Feuerwehrboote aus Spay und Winningen, über Rhein und Mosel in den Yachthafen Winningen verbracht. Eine Feuerwehrbesatzung sicherte während der Überfahrt weiterhin den Havaristen und pumpte eindringendes Wasser ab. In Winningen konnte die Yacht gegen Nachmittag durch einen Kran aus dem Wasser geborgen werden. Jetzt konnten die letzten Pumpen entfernt werden und der Einsatz nach Reinigung der Ausrüstung nach ca. 30 Stunden gegen 18 Uhr am Samstag beendet werden.
 
Wir möchten uns bei allen eingesetzten Feuerwehren und besonders dem WSA, dem Taucherteam und dem Yachthafen Winningen für die sehr gute Zusammenarbeit bedanken.

 

 

sonstige Informationen

Einsatzbilder